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Der lange Weg deines Ropes vom Hersteller zu dir

Geschätzte Lesedauer: 5 Minuten

Im Idealfall liegt dein Rope bereits in Lager in Schleswig Holstein und kann direkt nach Zahlungseingang an dich versendet werden. Allerdings kann es bei der großen Auswahl an Ropes vorkommen, dass dein Rope erst frisch aus den USA eingeflogen wird. Welche Stationen dein Rope dabei durchläuft und wo es zu Verzögerungen kommen kann erfährst du in diesem Artikel.

Quelle: pixabay.com

Der Auslöser: deine Bestellung

Der erste Schritt ist deine Bestellung. Optimalerweise hatten wir bereits vor deiner Bestellung kurz Kontakt und du hast somit schon einen Überblick über die voraussichtliche Lieferzeit. Falls nicht und falls du nicht innerhalb von 2-3 Tagen nach deiner Bestellung eine Nachricht von mir erhälst, ist dein Rope sofort ab Lager verfügbar. Sollte dein Rope frisch aus den USA geliefert werden, bekommst du eine Benachrichtigung. So können wir dann immer noch gucken, ob die voraussichtliche Lieferzeit für dich in Ordnung geht, oder ob wir eine schneller verfügbare Alternative für dich finden.

Was passiert nach der Bestellung

Inzwischen habe ich so viele Bestellungen, dass ich das ganze Jahr hindurch mindestens einmal im Monat in den USA bestelle. Häufiger sogar zweimal im Monat. Das heißt deine Bestellung wird in der Regel schon kurze Zeit später an den entsprechenden Hersteller weiter gegeben. Hier kann es höchstens durch Verzögerungen kommen, wenn bereits weitere Bestellungen bei mir eingegangen sind zu denen noch nicht alle offenen Fragen geklärt werden konnten.

Die Bestellung beim Hersteller

Als nächsten Schritt geht nun die gesamte Bestellung weiter an den Hersteller. Wenn dort alle Ropes ab Lager verfügbar sind, gehen die Ropes in der Regel schon am nächsten Werktag auf den Weg nach Deutschland. Jedoch können auch beim Hersteller schon mal Lieferengpässe entstehen. Das kann zu weiteren Verzögerungen führen. Im Normalfall sind die Lager bei den Herstellern aber in wenigen Werktagen wieder aufgefüllt und die Bestellung wird nur kurz aufgehalten.

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Jetzt geht es auf die Reise

Nachdem nun alle Artikel beisammen sind, geht es auf die Reise. Der Hersteller lässt die Ropes in der Regel durch einen Dienstleister abholen. Der wiederum transportiert das Paket zum nächstgelegenen Export – Flughafen. Je nach Entfernung entweder auf dem Landweg oder per Flugzeug. Am Export – Flughafen wird das Paket noch einmal von der örtlichen Zollbehörde überprüft. Wichtig ist jetzt, dass alle Unterlagen, die zu dem Paket gehören in mehrfacher Ausführung außen am Paket befestigt sind. Andernfalls würde es auch hier zu Verzögerungen kommen, wenn der Zoll den Inhalt nicht klar identifizieren und berechnen kann. In der Regel geht der Export aber sehr schnell von statten.
Anschließend wird das Paket ins Flugzeug verladen und es geht ab nach Deutschland.

Das geheimnisvolle Zollamt

In Deutschland gelandet wird das Paket vom zuständigen Transportunternehmen wieder an die örtliche Zollbehörde übergeben. Auch hier ist es wieder wichtig, dass noch genug Exemplare der Papiere zu dem Paket außen befestigt sind. Ist dies nicht der Fall drohen erneut Verzögerungen. Wenn aber alles vorhanden ist und seine Richtigkeit hat wird das Paket nun beim Zoll abgefertigt. Der Inhalt wird geprüft, der Wert wird ermittelt und die fälligen Zollgebühren sowie die fällige Einfuhrumsatzsteuer berechnet. Wenn dieser Prozess abgeschlossen ist, wird das Paket wiederum an den als nächstes zuständigen Lieferdienst übergeben, der die Lieferung nun letztendlich an mein Lager transportiert.

Sollten bei diesem Schritt nicht alle Papieren vorliegen und noch Fragen offen sein, wird das Paket durch den Lieferdienst nicht direkt zugestellt sondern an das nächstgelegene Zollamt transportiert. In diesem Fall bekomme ich dann eine Benachrichtigung, dass ich mit den fehlenden Unterlagen das Paket selbst beim Zollamt auslösen muss.

Der Weg durch die deutschen Zollämter nimmt mit Abstand die meiste Zeit in Anspruch. Waren es vor wenigen Jahren gerade mal ein paar Tage Verweildauer beim Zoll, so sind es jetzt schnell mal zwei bis drei Wochen. So lange man nicht vom Zoll benachrichtigt wird bekommt man dort keine Auskunft darüber wo genau sich das Paket zur Zeit befindet, geschweige denn, wie lange es in etwa noch brauchen wird.

Endlich am Lager angekommen

Jetzt sind endlich alle Hürden überwunden und das Paket mit deinem Rope ist an meinem Standort eingetroffen. In der Regel schaffe ich es dann noch am gleichen Tag alle Ropes umzupacken und die Pakete für den jeweiligen Kunden für den Versand vorzubereiten. So auch dein Rope. Fertig verpackt geht es nun am nächsten Werktag schon wieder auf die Reise. Allerdings sind es jetzt nur noch wenige Kilometer und ein bis zwei Werktage bis zu dir nach Hause.

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Transportzeiten

Hier zeige ich dir nochmal eine kleine Übersicht über die eingeplanten Zeiten zwischen den verschiedenen Stationen:

Bestellschritt / TransportwegDauer in Werktagen
Deine Bestellung > Bestellung beim Hersteller3-6 Tage
Bestelleingang Hersteller > Versand3-6 Tage
Transportweg USA > Deutschland3-4 Tage
Deutscher Zoll > Zustellung3-20 Tage
Umverpackung > Versand1-2 Tage
Transport zum Empfänger2-3 Tage
Durchschnittliche Gesamtzeit17 Werktage

Verzögerungen

Leider gibt es immer auch Abweichungen vom Idealfall. Dein Rope geht auf dem Weg durch so viele Hände und wird von verschiedenen Unternehmen und Behörden bearbeitet. Nahezu an jeder Stelle kann es zu außerplanmäßigen Verzögerungen kommen. Es kann schon damit losgehen, dass es Fehler bei der Transaktion der Bestellung oder Zahlung zwischen Deutschland und den USA gibt. Was gelegentlich kommt ist, dass das Paket beim Transport innerhalb der USA für mehrere Tage warten muss, weil schwere Unwetter den Weitertransport unmöglich machen.

Eine der häufigsten Verzögerungen entsteht, wenn die Papiere an irgendeiner Stelle verloren gehen und die nächste Organisation erst die nötigen Unterlagen anfordern muss, damit das Paket weiter verarbeitet werden kann.

Auch schon vorgekommen sind Fehler innerhalb der Adresse. Das kann schon durch Kleinigkeiten wie Unterschiede zwischen deutscher und englischer Schreibweise passieren. Schon entstehen Unklarheiten und der tatsächliche Empfänger muss erst durch eine der Zustellorganisationen ermittelt werden. So passiert es, dass das Paket zum Beispiel bei dem falschen Zollamt landet und der Empfänger wegen Problemen bei der Zuständigkeit nicht benachrichtigt wird.

Ebenfalls kann es passieren, dass das Paket unterwegs beschädigt wird. Das führt dazu, dass das Paket nicht mehr maschinell verarbeitet werden kann und per Hand sortiert werden muss. Grundsätzlich sind alle Transportwege soweit optimiert und vereinfacht wie möglich. So dass die Pakete in der Regel problemlos ans Ziel transportiert werden können. Dennoch entstehen manchmal die merkwürdigsten Fehler.

Kuriose Fehler

Einer der kuriosesten Fälle bislang war, dass das Paket auf dem langen Weg mit so vielen verschiedenen Strichcodes ausgestattet wurde, dass letztendlich keiner mehr wusste, welcher der Richtige ist. Deshalb wurde das Paket über Wochen im Kreis transportiert bis es über einen Kundendienst möglich war, das Paket komplett neu zu kodieren, damit es dann endlich an den richtigen Empfänger übergeben werden konnte.

Auch wenn es zwischenzeitlich mal zu längeren Verzögerungen gekommen ist, konnten bis heute alle Ropes letztendlich dort zugestellt werden wo sie gebraucht wurden.

*Quelle Beitragsbild: pixabay.com

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