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Warum eigentlich Roping?

Geschätzte Lesedauer: 3 Minuten

Wie kommt man als Deutsche/r eigentlich zum Roping?

Ein Gastbeitrag von Nina von “ropingmydream”

In Deutschland gehört das Roping nicht zu den bekannten Sportarten, noch nicht einmal im Pferdesport. Im Gegenteil, ich wurde sogar schon dabei belächelt, als ich zum Training auf dem Hof mein Lasso ausgepackt habe. Wie kommt man denn aber dann auf die Idee sich für das Lassowerfen zu interessieren?

Dazu gehört hier wahrscheinlich immer eine spezielle Geschichte und die möchte ich heute erzählen.

Hi, ich bin Nina, 29 Jahre alt und ein ropingbegeistertes Cowgirl durch und durch!

Foto: Alexa Gothe Spiegelwelt Fotografie

Ich müsste lügen, wenn ich behaupten würde, es fing alles mit meinem Auslandsjahr in Kanada an. Eigentlich erinnere ich mich sogar an Momente aus der Grundschule, in denen wir verzweifelt versucht haben, ein Springseil zu schwingen wie ein Lasso. Seit dem wollte ich den Trick dahinter erfahren. Dass man dafür ein spezielles Seil braucht, wusste ich natürlich nicht.

Der Wunsch Westernreiten zu lernen, kam ebenfalls sehr früh, das Lassowerfen stand eigentlich gar nicht im Vordergrund. Als ich dann aber in Kanada mein erstes Rodeo besucht habe, war es passiert. Ich wollte ernsthaft lernen das Lasso zu werfen.

Auf Rodeos wird man schnell vom Roping-Fieber angesteckt!

Es hat dann allerdings noch ein paar Jahre gedauert. Ich bin fast jedes Jahr wieder zurück nach Kanada geflogen und habe dabei natürlich immer auf die Gelegenheit gehofft. Meine Gastfamilie, bei der ich auf meiner letzten Ranch gelebt habe, ist mir sehr ans Herz gewachsen und über sie habe ich sehr viele pferdeverrückte Menschen kennen gelernt. Unter anderem auch Grandma Linda.

Wie ich das Lassowerfen endlich gelernt habe

Linda war in ihren jungen Jahren Teamroperin und ich habe nicht locker gelassen, bis sie es mir gezeigt hat. Bei Minusgraden und eisigem Wind haben wir uns in den Vorgarten gestellt. Sie hat es vor gemacht, ich habe es nach gemacht und ich war erstaunt, dass es gleich so gut funktionierte. “You are a natural”, sagte sie und schon hatte ich tausend Träume im Kopf, wie ich auswandern und professionelle Teamroperin werden könnte. Geht es euch auch manchmal so?

Aber ich bin Realist und wusste, dass das nicht so einfach ist. Mittlerweile habe ich mein Pferd aus Kanada zu mir geholt, anstatt zu ihr auszuwandern. Ich habe sie an das Lasso gewöhnt und selbst sehr viel ohne Pferd geübt.  Ich war so motiviert, ich hatte mich sogar für einen Roping-Kurs angemeldet und war bereit, auch ohne Pferd mit zu machen. Umso schöner war es, dass mir unverhofft eines zur Verfügung gestellt wurde. Bereit für ein Rodeo bin ich noch lange nicht, aber den Spaß an der Sache werde ich wohl nie verlieren. 

Ropingkurse findet man nun auch häufiger in Deutschland

Vielleicht erfüllt sich doch irgendwann mal mein Wunsch und die Roping Community in Deutschland wird so groß, dass man vielleicht auch in meiner Region auf Roping-Events Starten kann. Ich kann mir mich selbst sehr gut beim Breakaway Roping vorstellen. Allerdings fehlt mir da noch das passende Pferd mit Cowsense.

Was wünsche ich mir für die Roping-Community in Deutschland?

Ich wünsche mir, dass wir uns Gegenseitig helfen unsere Skills zu verbessern und neue Leute für den Sport begeistern. Dass wir Möglichkeiten schaffen, für alle, die es einmal ausprobieren wollen. 

Ich freue mich, euch kennen zu lernen und wer weiß, vielleicht schaffe ich es endlich auf mein erstes Roper-Treffen in Deutschland! Ihr findet mich zum Beispiel auf Instagram @ropingmydream

Bis dahin – eat sleep rope repeat 😉

Nina

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